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SPD Unterbezirk Kassel-Stadt

"Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum besinnt Euch auf eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll." Willy Brandt

Auf den Seiten des SPD-Unterbezirks Kassel-Stadt heiße ich Sie herzlich willkommen!

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Mit rund 1500 Mitgliedern in 21 Ortsvereinen ist die SPD eine starke politische Kraft in Kassel.

Wir wollen Ihnen mit unseren Informationen einen Überblick ĂŒber aktuelle Termine und Nachrichten, interessante Links sowie eine Übersicht ĂŒber unsere AktivitĂ€ten in der Kommunal-, Landes-, Bundes- und Europapolitik geben.

Sie erfahren, auf welchen Wegen die innerparteiliche Meinungsbildung in der SPD vollzogen wird und warum wir uns wie entschieden haben.

In den Ortsvereinen und Arbeitsgemeinschaften können auch Menschen mitarbeiten, die nicht Mitglied der SPD sind, aber ĂŒber die politischen Ziele der SPD gleichwohl mitdiskutieren möchten. Wir sind an Ihrer Meinung interessiert.

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Ich wĂŒrde mich freuen, wenn Sie unser Angebot nutzen, um VorschlĂ€ge zu Ă€ußern, Kritik zu ĂŒben oder auch Lob auszusprechen. Und wenn Sie mögen: Nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten zu uns, zu den Mitgliedern des Vorstands, der Arbeitsgemeinschaften, der Stadtverordnetenfraktion und den Abgeordneten aus Hessen, Bund und Europa.

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Wolfgang Decker

Geschichte der SPD in Kassel

Wilhelm Pfannkuch
Wilhelm Pfannkuch - Begründer des SPD Bezirks Hessen-Nord

Die Kasseler SPD kann sich auf eine lange Tradition und eine erfolgreiche Arbeit fĂŒr die Menschen und die Region berufen.

In Kassel und Umgebung waren es vorwiegend die Zigarrenmacher und die Henschelarbeiter, die fĂŒr ganz Nordhessen zur Keimzelle der organisierten politischen Arbeiterbewegung wurden und die im MĂ€rz 1867 auf Einladung des Zigarrenmachers Heinrich Frigge einen Ortsverein des Lassaleanischen Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins grĂŒndeten, der bereits wenige Wochen spĂ€te 260 Mitglieder zĂ€hlte.

Von Kassel aus entwickelte sich ein viele Lebensbereiche umfassendes lebendiges sozialdemokratisches Vereinswesen. Zu ihnen zĂ€hlten Vereine mit sportlichen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Zielsetzungen, Konsum,- Spar und Bauvereine, SanitĂ€ts - und Krankenkassen, Kulturvereine wie die "Casseler Freie VolksbĂŒhne", Gesangvereine, Arbeiterturn -und Sportvereine und Radfahrvereine wie die "SolidaritĂ€t". Von Kassel aus wurde auch die Region sozialdemokratisch organisiert. Sozialdemokratische Vereine grĂŒndeten sich in z.B. in Wehlheiden (1899) und Niederzwehren (1902)., die spĂ€ter mit der Kasseler Organisation zusammengeschlossen wurden.

Die Kasseler Sozialdemokratie wurde durch Frauen und MĂ€nner geprĂ€gt, deren Werk und Wirken weit ĂŒber Kassel und Nordhessen hinausweist.

Elisabeth Selbert, eine vor vier Frauen im Parlamentarischen Rat, setzte gegen große WiderstĂ€nde durch, dass der Gleichberechtigungsgrundsatz im Artikel 3 des Grundgesetzes Verfassungsrang bekam und schuf damit die Grundlagen fĂŒr die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft. Georg August Zinn, obwohl in Frankfurt geboren, hat als nordhessischer Politiker das moderne Hessen geschaffen. Zinns Wirken in Hessen setzte Holger Börner erfolgreich fort. Die Kasseler Stadtpolitik prĂ€gten sozialdemokratische OberbĂŒrgermeister wie Lauritz Lauritzen, Karl Branner und Hans Eichel.

LĂ€nger zurĂŒck liegt das politische Lebenswerk Philipp Scheidemanns, der als Reichstagsabgeordneter, als Mitglied der FraktionsfĂŒhrung in Berlin, als VizeprĂ€sident des Reichstages, als Stellvertretender Vorsitzender der SPD und als Vorsitzender des Rates der Volksbeauftragten und als erster ReichsministerprĂ€sident 1918 lange Zeit die Entwicklung der SPD und Deutschlands in einer besonders schwierigen Umbruchsituation wesentlich beeinflußt und gestaltet hat. Nach seinem RĂŒckzug aus der Reichspolitik 1920 hat er als OberbĂŒrgermeister von Kassel die Grundlagen fĂŒr ein modernes, soziales und demokratisches Kassel geschaffen.

Scheidemann war es auch, der aus Anlaß der Rathauseinweihung in Kassel 1909 reimte:

Kasseler Dreiklassenhus
Was hot'n das for'n Sinn ?
De armen Luder bliewen drus.
De Reichen kommen nin!

denn das auf MÀnner beschrÀnkte Wahlrecht war zudem an den Nachweis von Wohneigentum und an ein bestimmtes Jahreseinkommen gekoppelt.

Zu ihnen zĂ€hlt Wilhelm Pfannkuch, der die ersten großen Wahlerfolge fĂŒr die nordhessische SPD einfuhr. 1884, wĂ€hrend schwerster politischer Verfolgung der Sozialdemokratie unter dem "Sozialistengesetz", kandidierte Pfannkuch im Wahlkreis Cassel/Melsungen fĂŒr den Reichtstag und verbuchte einen sensationellen Erfolg. Es war der Beginn einer langen parlamentarischen Karriere Pfannkuchs, in der er mehrere Wahlkreise fĂŒr die SPD vertrat. Auch Pfannkuch gehörte dem Rat der Volksbeauftragten an und prĂ€sidierte schließlich als AltersprĂ€sident am 6.2.1919 der Nationalversammlung in Weimar.

Mit der Revolution 1918/1919 und den sozialdemokratische dominierten Arbeiter - und SoldatenrĂ€ten begann nach mehr als 50 Jahren Verfolgungsgeschichte die erfolgreiche Verantwortungsgeschichte der SPD in und fĂŒr Kassel und die Region.

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Datum des Ausdrucks: 18.10.2017