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Gute Arbeit

Wolfgang Decker: Deutsche Post muss Fairness auf dem Arbeitsmarkt wahren

Zu der Praxis der Deutschen Post, dass ArbeitsvertrÀge nur entfristet werden, wenn die BeschÀftigten in den ersten beiden Jahren weniger als 20 Tage wegen Krankheit gefehlt haben, sagte der der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wolfgang Decker, heute in Wiesbaden:

„Das ist eine Praxis, die man keinesfalls tolerieren darf. Die Deutsche Post ist schließlich nicht irgendein kleiner Krauter, sondern ein Großunternehmen, das ursprĂŒnglich staatlich war. Solche Praktiken kennt man eher von Firmen, bei denen auslĂ€ndisches Arbeitsrecht gilt und bei denen wir das genau so wenig akzeptieren. Wenn ein BeschĂ€ftigter bei der Post, der zuverlĂ€ssig und gut arbeitet, das Pech hat, sich in den ersten beiden Jahren ein Bein bricht und sich spĂ€ter noch einen hartnĂ€ckigen Grippevirus einfĂ€ngt, dann guckt er in die Röhre. Das kann beim besten Willen nicht sein. Wir erwarten von der Deutschen Post eine umgehende Abkehr von dieser Praxis und fordern, dass die BeschĂ€ftigten nach der Probezeit, in der sie die von ihnen erwartete Arbeitsleistung erbracht haben, einen ordentlichen, unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten. Das Unternehmen muss mit gutem Beispiel vorangehen. Auch ĂŒber die Regelungen, dass Mitarbeiter höchstens zwei selbstverschuldete KFZ-UnfĂ€lle mit einem maximalen Schaden von 5000 Euro verursachen und Postboten in 3 Monaten nicht mehr als 30 Stunden lĂ€nger fĂŒr ihre Touren benötigen dĂŒrfen, kann man nur noch den Kopf schĂŒtteln. Hier wird der stĂ€ndig zunehmende Arbeitsdruck allein auf den RĂŒcken der BeschĂ€ftigten abgewĂ€lzt.“

Veröffentlicht: 09.05.2018

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Datum des Ausdrucks: 20.05.2018