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Von Rechtsterrorismus nicht einschüchtern lassen

SPD-Chef ruft zur Geschlossenheit auf

Die Kasseler SPD hat an die Menschen in Nordhessen appelliert, sich nach dem Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke vom Rechtsterrorismus nicht einschüchtern zu lassen. „Nordhessen steht heute noch enger Seit an Seit mit Allen, die sich tagtäglich rechtem Hass und Anfeindungen ausgesetzt sehen“, sagte Kassels SPD-Chef Ron Hendrik-Peesel am Dienstag.

„Wir müssen jetzt Geschlossenheit zeigen gegen Rechts.“  Er erinnerte daran, dass wie Lübcke viele Menschen von Rechtsradikalen angefeindet werden, für ihre Meinung, ihr Engagement, ihr Aussehen, ihren Namen und ihre Herkunft. "Die Stimmen der Freiheit und Demokratie dürfen jetzt nicht aus Angst verstummen. Wir müssen ein deutliches Zeichen setzen", so Peesel.

Die Bundesanwaltschaft hatte am Montag mitgeteilt, in den Ermittlungen zum Mordfall Lübcke nun von einem rechtsextremen Hintergrund auszugehen. Ein Verdächtiger sei am Wochenende festgenommen worden. Dem Fall käme der Behörde zufolge eine „besondere Bedeutung“ zu wegen der enormen Auswirkungen der Tat, heißt es in einem aktuellen Bericht der Tagesschau.

„Dass Nordhessen nach Halit Yozgat offenbar erneut Tatort des deutschen Rechtsterrorismus ist, wiegt besonders schwer“, so Peesel. Die Kasseler SPD fordert alle staatlichen Stellen auf den Kampf gegen rechtsextremen Terror personell und finanziell zu stärken. Der Kasseler SPD-Chef ist eines der Gründungsmitglieder der „Stiftung Nachgefragt e.V.“, einem Kasseler Verein, der sich der Aufklärung rechter Gewalt und rechter Netzwerke verschrieben hat.

Veröffentlicht: 18.06.2019

© SPD Unterbezirk Kassel-Stadt
Datum des Ausdrucks: 21.07.2019